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Ausstellung Diane Arbus in Berlin, 2012
Oftmals schockierte Sie mit Ihrem Werk. Aber warum?
Diane Arbus, geboren 1923 als Diane Nemerov, Tochter russisch-jüdischer Eltern, fand Ihre Sujets zumeist in ihrer Geburtsstadt New York. Es entstanden zahlreiche Portraits von Kindern, Artisten, Transvestiten, Nudisten, alltäglichen Menschen. Sie begegnen uns oft, aber wir sehen sie nicht.
Diane Arbus sah sie. Mit ihrem einfühlsamen Blick durchs Objektiv durchbrach sie die Normalität. Ihre Fotografien decken für uns eine andere, exotische Sicht auf etwas Vertrautes auf. Alltägliches wird in Fremdes verwandelt, erscheint plötzlich unverfälscht und schonungslos.
Anlässlich eines Referates über Platon 1939 an der Fieldston School formulierte sie es selbst ein Mal so:
“[..] Das ist es, was ich liebe: die Verschiedenheit, die Einzigartigkeit aller Dinge und die Bedeutsamkeit des Lebens … Ich sehe etwas, das wie ein Wunder erscheint; ich sehe das Göttliche in den gewöhnlichen Dingen. ”
Der Martin-Gropius-Bau in Berlin zeigt bis zum 23.09.2012 circa zweihundert berühmte wie bisher noch nie veröffentlichte Fotografien der US-Amerikanerin, die zu den wichtigsten Fotografinnen des letzten Jahrhunderts gehört.
Ihre Bilder, wie zum Beispiel die “Kind mit einer Spielzeuggranate” (1962) und dem “Jungen Mann mit Lockenwicklern ” (1966), werden dabei ohne chronologische oder thematische Ordnung präsentiert. Dem Betrachter wird damit die Möglichkeit gegeben dem Sujet so zu begegnen, wie es Diane Arbus selbst gewählt hatte, offen und ohne Vorurteil.
Ergänzt wird die Ausstellung mit einer umfangreichen Dokumentation zum Leben und Wirken der Künstlerin.
„Sie sind der Beweis dafür, dass etwas existiert hat und jetzt verschwunden ist. Wie ein Fleck. Und ihre Stille ist verblüffend. Man kann sich abwenden, doch wenn man zurückkommt, werden sie immer noch da sein und einen ansehen.“ (als Antwort auf die Bitte, eines kurzen Statements zu Fotografien, 15. März 1971)
Das Wesentliche:
- Dauer der Ausstellung: 22. Juni bis 23. September 2012
- Adresse – Martin-Gropius-Bau, Niederkirchnerstr. 7, 10963 Berlin
- Öffnungszeiten – Mittwoch bis Montag 10 bis 19 Uhr, Dienstag geschlossen
- Preise – 10 EUR /7 EUR ermäßigt (freier Eintritt bis 16 Jahre)
- ÖPNV – Haltestelle Potsdamer Platz (U2, S1, S2, S25)
- PKW – Parkhaus Martin-Gropius-Bau, Stresemannstr. 109




